Indonesien – Bali und Java

“Euer Name wird Euch weiterhelfen!” – ein Rätsel… Auf die Frage, wie wir zu Jasmin und Nico finden haben wir nur diesen Tipp bekommen. Nach aktuellem Anlass kann damit nur unser Nachname gemeint sein. Google verweist bei den Suchbegriffen “Engelmann Bali” auf einen Artikel der Schwäbischen Zeitung von 2010 (offensichtlich sind alte Inhalte inzwischen nur noch für zahlende Abonnenten zugänglich), in dem es um einen Felix Engelmann geht der seine Forschungen im Bereich Informatik auf Bali fortsetzt. Das Internet hilft uns hier also nicht weiter… selber denken ist angesagt… wie anstrengend!
Ok – zugegeben man hätte früher darauf kommen können – als wir am neuen Flughafen Ngurah Rai auf Bali landen winken uns geschätzte 1000 Namensschilder mit Aufschriften in verschiedensten Schriftgrößen, Farben und Formaten entgegen. Einige so klein, dass man sich fragen darf ob der Träger den Sinn eines Namensschildes am Flughafen wirklich verstanden hat. Andererseits… der Sinn der Schilder wird hier so oder so ad absurdum geführt, wie soll man bitte seinen Namen unter so vielen, winkenden Schilden finden? Hier müsste man das Prinzip umkehren – nicht der Fahrer hat ein Schild, sondern der Passagier.
Wir halten, offensichtlich etwas schwer von Begriff (oder müde vom Flug?), Ausschau nach Jasmin und Nico – können die Beiden aber vor lauter NAMENSSchildern nicht finden. Erst ein weiterer Hinweis per Telegram hilft auch unserer langen Leitung für den entsprechenden Gedankenfluss und Melli wirft sich mutig ins Getümmel, mit dem Suchauftrag “Namensschild”, während ich über unser Gepäck wache. An meiner Seite, ein hartnäckiger Balinese, der auch nach meiner hundertsten Zusicherung, wir hätten bereits einen Fahrer (zumindest nehmen wir das zu diesem Zeitpunkt stark an) neben mir verharrt und versucht eine Konversation auf üblichem “Neuankömmlingsbegrüssungssmalltalk”-Niveau zu führen. Ich wehre mich erst gar nicht und spiele mit, das geht wesentlich einfacher von der Hand als jeder Versuch die balinesische Hartnäckigkeit zu brechen, eine Lektion aus 2010 und 2012.

Gerade als ich meine Smalltalk-Taktik von “Fragen in möglichst knappen Halbsätzen beantworten” auf “Ich texte ihn einfach zu bis er aufgibt” umgestellt hatte eilt mir eine, strahlend lächelnde Blondine mit schnellem Schritt entgegen, im Schlepptau, unseren Fahrer. Mission accomblished – Melli hat ihn tatsächlich gefunden!
Der Arme wartet seit geschlagenen drei Stunden auf uns, denn unser Flug hatte Verspätung und die “Immigration-“Schlange war unendlich lang gewesen. Drei Stunden warten – mit einem Schild in der Hand… hartnäckig sind sie – so viel ist klar.

Die Spannung steigt weiter und als wir nach, für Bali üblich, wilder fahrt und langem Stau in unserer neuen Bleibe, nördlich von Kuta ankommen, ist eines klar – Jasco hat uns nicht zu viel versprochen – Bali hin oder her – wer würde schon bei einer Privat Villa mit Pool den Ort in Frage stellen?!!! Danke, noch einmal liebste Jasmin und liebster Nico – dat Ding war echt der Hammer!!! Ausserdem haben die Zwei alles sooooooooo süss für uns schick gemacht und sorry – Rosenblätter auf dem Bett – Herr Ghirlanda – wehe Sie bezeichnen sich noch einmal als unromantisch (*zwinker*)!
Team Jasco legt noch einen oben drauf, die zwei haben eine EXTREM professionell aufgemachte Reisepräsentation vorbereitet. Gespannt lauschen wir den Gestaltungs-Ideen für die kommenden Tage, bzw. Wochen. Mellis Wunschinsel Java wurde als Ziel auserkoren und mein Wunsch, Vulkan ist ebenfalls eingeflossen. Perfekt!

Voll zufrieden und super entspannt geniessen wir die nächsten Tage in der Villa und verlängern die ruhige Zeit noch um drei Tage in einer zweiten Villa, dann geht es aber los in Richtung Java.

Da Nico unsere Java Tour schon so gut beschrieben hat bin ich so frei und verweise hier einfach auf seinen Blog:

http://www.jascosworld.ch
Ein paar zwischenmenschliche Details hatte ich zwar ein wenige gemässigter empfunden, aber alles in allem war Java keine leichte Prüfung. Viel Geduld, langer Atem und starke Nerven sind für diese Insel auf jeden Fall hilfreich, oder sogar Pflicht. Trotzdem zählt der Vulkan Ijen zu einem meiner Reisehighlights und ich bin froh dort gewesen zu sein. Wer weiss… mit einer besseren Kamera gibts vielleicht sogar ein Wiedersehen 😉

Die Tauchbilder muss ich, aus bekanntem Grund nachliefern.

Zusammen geht es weiter auf die Nordinsel Neuseelands – nach Auckland.
FAZIT: Bali ist und bleibt ein ganz besonderes Stück Asien, immer wieder gerne. Java einmal – langt.

WIN: Nie aufgeben, auch wenn es nur ums Foto geht!

FAIL: Busfahren…

Lesson learned: Der Umgang mit einer extrem gegensätzlichen Kultur, stark religiös geprägt und nicht auf Tourismus ausgelegt kann einen viele Nerven kosten, bietet allerdings auch sehr interessante Einblicke in Unbekanntes. Religiöser Glaube kann so stark sein, dass Frau eher einen schmerzhaften Sturz in Kauf nimmt als die zur Hilfe gereichte Hand eines Mannes zu berühren.

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.